Unsere Geschichte

Die Geburtsstunde der Zollkapelle ist der 21. September 1966.
Genau genommen entstand damals zunächst nur der Gedanke. Erst 9 Monate später trug dieser dann sicht- und hörbare Früchte:
Bei der Siegerehrung anlässlich der Ausscheidungswettkämpfe für Zollhunde der Oberfinanzdirektionen Freiburg und Stuttgart schlägt nämlich der Leiter der Unterhaltungskapelle des Hauptzollamts Waldshut, Zollobersekretär Person, die Gründung einer Zollkapelle vor. Die Anregung wird von Oberfinanzpräsident Dr. Bolder freudig aufgenommen und unterstützt.
Der erste Schritt zur Aufstellung einer Kapelle ist getan. Der Vorsteher des Hauptzollamts Waldshut wurde beauftragt, geeignete Beamte aus seinem Bezirk für eine Kapelle zu benennen. Insgesamt sind 12 Beamte zur Mitwirkung bereit. Doch auch im Bezirk Lörrach spricht sich das Vorhaben, eine Zollkapelle zu gründen, rasch herum. Hier finden sich 13 Beamte zusammen, die an einem gemeinsamen Spiel Freude haben. Für die Wahl, in welchem Bezirk die Kapelle gegründet werden soll, sind unter anderem wirtschaftliche Gründe ausschlaggebend. Der Raum Lörrach-Weil ist Dienstsitz besonders vieler Beamter. Er bietet bessere Voraussetzungen für eine schnelle Zusammenfassung der Beamten. Der Vorsteher des Hauptzollamts Lörrach, Regierungsrat Grüder, wird deshalb mit der Aufstellung einer Zollkapelle beauftragt.
Außer der Begeisterung der beteiligten Beamten, dem Entschluss der Oberfinanzdirektion sowie der Weisung an den Vorsteher des Hauptzollamts Lörrach, den Plan zu verwirklichen, ist nichts vorhanden. Da man ohne Instrumente und Noten keine Kapelle aufbauen kann und der Zollverwaltung für derartige Zwecke kaum Haushaltsmittel zu Verfügung stehen, ergreifen die Beamten die Initiative: sie leihen sich Instrumente, so dass im Juni 1967 bereits mit den ersten Proben begonnen werden kann.
Ein Spendenaufruf des Oberfinanzpräsidenten Dr. Bolder an die Zollbeamten seines Bezirks führte zu einem vollen Erfolg. Es werden 4.101,10 DM gespendet, so dass der Zollkapelle über die Startschwierigkeiten hinweggeholfen werden kann.

Aller Anfang ist schwer!
Auch die Zollkapelle litt unter Geburtswehen.
Erst nach einer Sammelaktion unter den Kollegen konnte Instrumente und Noten beschafft werden.

Erster Dirigent wird Zollhauptsekretär Joseph Schwörer, von der Presse auch liebevoll
"der grüne Karajan" genannt.
Organisatorisch wird die Kapelle von Zolloberinspektor Gerhard Nickel betreut.
Der erste Auftritt:
Einweihung der Johannitterbrücke in Basel