1967 bis 1972

Die Geburtsstunde der Zollkapelle ist der 21. September 1966. Genau genommen entstand damals zunächst nur der Gedanke. Erst 9 Monate später trug dieser dann sicht- und hörbare Früchte: Bei der Siegerehrung anlässlich der Ausscheidungswettkampfe für Zollhunde der Oberfinanzdirektionen Freiburg und Stuttgart in Epfenhofen schlagt nämlich der Leiter der Unterhaltungskapelle des Hauptzollamts Waldshut, Zollobersekretär Person, die Gründung einer Zollkapelle vor. Die Anregung wird von Oberfinanzpräsident Dr. Bolder freudig aufgenommen und unterstützt. Der erste Schritt zur Aufstellung einer Zollkapelle ist getan. Der Vorsteher des Hauptzollamts Waldshut wird beauftragt, geeignete Beamte aus seinem Bezirk für eine Zollkapelle zu benennen. Insgesamt sind 12 Beamte zur Mitwirkung bereit. Doch auch unter den Beamten im Bezirk des Hauptzollamts Lörrach spricht sich das Vorhaben, eine Zollkapelle zu gründen, rasch herum. Hier finden sich 13 Beamte zusammen, die an einem gemeinsamen Spiel in einer Zollkapelle Freude haben. Für die Wahl, in welchem Bezirk die Zollkapelle gegründet werden soll, sind u.a. wirtschaftliche Gründe ausschlaggebend. Der Raum Lörrach-Weil ist Dienstsitz besonders vieler Beamten. Er bietet bessere Voraussetzungen für eine schnelle Zusammenfassung der Beamten. Der Vorsteher des Hauptzollamts Lörrach, Regierungsrat Grüder, wird deshalb mit der Aufstellung einer Zollkapelle beauftragt.
Die Beamten des Hauptzollamts Waldshut, aus deren Reihen die Anregung kam, haben für die Entscheidung -wenn auch schweren Herzens- Verständnis gezeigt. Außer der Begeisterung der beteiligten Beamten, dem Entschluss des Oberfinanzpräsidenten sowie der Weisung an den Vorsteher des Hauptzollamts Lörrach, den Plan zu verwirklichen, ist nichts vorhanden. Da man ohne Instrumente und Noten keine Kapelle aufbauen kann, und der Zollverwaltung für derartige Zwecke kaum Haushaltsmittel zur Verfügung stehen, ergreifen die Beamten die Initiative. Sie leihen sich Instrumente und besorgen sich Noten, so dass im Juni 1967 bereits mit den ersten Proben begonnen werden kann. Ein Spendenaufruf des Oberfinanzpräsidenten Dr. Bolder an die Zollbeamten seines Bezirks führt zu einem vollen Erfolg. Es werden insgesamt 4.101,10 DM gespendet, so dass der Zollkapelle über die Startschwierigkeiten hinweggeholfen werden kann. Der Bezirksverband Freiburg im Bund der Deutschen Zollbeamten, der den Aufbau der Zollkapelle ebenfalls unterstützt, beteiligt sich mit 981,-- DM an der Beschaffung von Instrumenten.

Der Zufall will es, dass die Zollkapelle das erste Ständchen ausgerechnet einem ihrer größten Förderer darbringen darf: dem Vorsteher des Hauptzollamts Lörrach, Herrn Regierungsrat Grüder anlässlich der Ernennung zum Oberregierungsrat.

Bereits im ersten Jahr ihres Bestehens entwickelt sich die Zollkapelle zu einem ansehnlichen Klangkörper, der sich vor Verpflichtungen bei den verschiedensten dienstlichen und öffentlichen Anlassen kaum noch retten kann. Bald wird das Orchester zu einem Aushängeschild der Öffentlichkeitsarbeit der Oberfinanzdirektion Freiburg. Mancher Zuhörer hat nach dem gekonnten Spiel der Zollkapelle gern seine Meinung geändert, Zöllner könnten nur Pässe prüfen, Fahrzeuge und Gepäckstücke durchsuchen und Waren abfertigen.
Ein fester Bestandteil im Terminplan der Zollkapelle werden die Jahreskonzerte gegen Ende eines jeden Jahres. Hier können die Musiker eindrucksvoll ihr breites musikalisches Spektrum, ihre Vielseitigkeit und ihr immer umfangreicher werdendes Repertoire einem breiten Publikum vorstellen. Dementsprechend entwickeln sich die Jahresfeiern zu einem festen Bestandteil im kulturellen Leben im Dreilandereck und finden auch entsprechende Resonanz bei Zöllnern und Nichtzöllnern, bei Jung und Alt.
Gleich bei der ersten Jahresfeier warten Josef Schwörer und seine Mannen mit einer gelungenen Überraschung auf: Als Zeichen ihres Dankes überreichen sie einem ihrer engagiertesten und wichtigsten Förderer in den Gründerjahren, Herrn Oberfinanzpräsidenten Dr. Bolder die Partitur des eigens von Josef Schwörer komponierten "Dr. Bolder-Marsch". Selbstverständlich lassen die Musiker es sich nicht nehmen, das Werk ihres Kapellmeisters sogleich aufzuführen. Damit dürfte Dr. Bolder der einzige Oberfinanzpräsident im Bundesgebiet sein, dem zu Ehren ein Musikstück komponiert wurde.

Über viele Jahre hinweg wird die Zollkapelle Freiburg von 2 Männern der 1. Stunde geführt: Während ZBI Josef Schwörer die musikalische Leitung obliegt, ist ZAR Gerhard Nickel für die organisatorischen Belange zuständig, Beide ergänzen sich hervorragend - sie sind ein ideales Paar. Sie formen die Zollkapelle Freiburg zu dem, was sie heute ist: zu einem Aushängeschild der Zollverwaltung.

Wie heißen die Menschen, die immer mit Musikern rumhängen?
Schlagzeuger.

Nach einem mehr oder weniger geglückten Solokonzert kommt der Trompetensolist zum Dirigenten und fragt: "Was geben Sie mir für mein Spiel?" - Dirigent: "10 m Vorsprung."

Warum ist das Horn ein göttliches Instrument? - Ein Mensch bläst zwar hinein, aber Gott allein weiß, was raus kommt.

1972 bis 1977
Auch nach vielen Jahres ihres Bestehens ist es bei der Zollkapelle Freiburg noch so wie unmittelbar nach ihrer Gründung: sie ist ein gern gesehener Gast bei den verschiedensten Veranstaltungen. Nur eines hat sich in den Jahren geändert: aus der ehemals eher beschaulichen Blaskapelle ist ein routiniertes Orchester geworden, das sowohl als Ensemble als auch mit seinen Solisten zu begeistern weiß. Der unzweifelhaft populärste Solist ist Rigobert Dießlin. Eigentlich für die Lyra zuständig, singt er sich als Tenor in die Herzen des Publikums. Unvergessen sind die Stunden, in denen er sein Publikum mit seiner Stimme verzauberte. Höhepunkt seiner Gesangesdarbietungen ist stets das Lied "Es stand ein Soldat am Wolgastrand" aus dem "Zarewitsch" von Franz Lehar, mit dem er in manchem Zuhörer - insbesondere der älteren Generation - Tränen der Rührung hervorruft.

Die Aufwärtsentwicklung der Zollkapelle lässt sich nun nicht mehr aufhalten. Einige Musiker der Kapelle gründen schon bald eine Combo und später eine richtige "Big Band". Insbesondere die "Big-Band" unter der Leitung von Charly Krapf verschafft sich weit über die Grenzen des Dreilanderecks hinaus den Ruf eines ausgezeichneten Tanzorchesters.

Herausragende Auftritte im ersten Jahrzehnt:

4. Mai 1970:
Die Zollkapelle Freiburg umrahmt ein Konzert mit Karel Gott  "die goldene Stimme aus Prag" in der Festhalle in Brombach. Anlass war die Baden-Abstimmung. Eingeladen hat das Regionalkomitee "Vereintes Baden-Württemberg e.V. Eintritt: 2,00 DM

8. Mai 1970:
Platzkonzerte an den Zollämtern Weil-Friedlingen-Fähre, Breisach und Neuenburg anlässlich des Europatages. An allen Ämtern werden die neuen blauen Europaflaggen mit den 12 Sternen gehisst.

12. Januar 1972:
Im Rahmen der  Öffentlichkeitsarbeit der Bundeszollverwaltung umrahmt die Zollkapelle Freiburg das Internationale Skitreffen in Bayrisch-Zell. Die Zollkapelle machte einen großen Eindruck und wurde von den Zuhörern immer wieder gefragt, ob sie auch tatsächlich alle Zöllner seien. Im Verlauf des Abends wurde sie um weitere Darbietung gebeten. Ein amerikanischer Journalist ehrte die Musiker mit den Worten: "The world famous German Costumer Big Band". Die Veranstaltung wurde vom Bayrischen und Westdeutschen Rundfunk direkt live übertragen.

Juli / August 1972:
Erneut reist die gesamte Zollkapelle nach Bayern. An verschiedenen Orten spielen sie während den Olympischen Spielen.

Weitere Einsatzorte in dieser Zeit:

- Emmerich
- Kiel
- Hamburg und
- Cuxhaven.

Was haben ein Zugposaunist und der Blitz gemeinsam? - Keiner trifft zweimal die gleiche Stelle.

Was ist der Unterschied zwischen einer Tuba und einer Waschmaschine?
- Die Waschmaschine vibriert regelmäßiger.
- Was rauskommt ist sauber.
- Ins Schleudern kommt sie erst am Schluss.

Wie klingt eine Klarinette am schönsten?
- Leise knisternd im Kamin.
- Wenn man sie durch die Kreissäge schiebt!


 

1978 bis 1987  
Über viele Jahre hinweg wird die Zollkapelle Freiburg von 2 Männern der 1. Stunde geführt:
Während Zollbetriebsinspektor Josef Schwörer die musikalische Leitung obliegt, ist Zollamtsrat Gerhard Nickel für die organisatorischen Belange zuständig. Beide ergänzen sich hervorragend - sie sind ein ideales Paar. Sie Formen die Zollkapelle Freiburg zu dem, was sie heute ist:
einem Aushängeschild der Bundeszollverwaltung.

Aber jede Ära geht einmal zu Ende: Im Frühjahr 1984 übergibt Josef Schwörer den Dirigentenstab in die Hände des bisherigen Vizepräsidenten Erster Zollhauptwachtmeister Werner Lehmann.

Fast parallel hierzu erfolgen auch im organisatorischen Bereich Veränderungen. 20 Jahre leitet Zollamtsrat Gerhard Nickel die Zollkapelle Freiburg als deren Sprecher mit viel Hingabe, Umsicht und Fingerspitzengefühl. Unvergessen sind sein Humor und seine Art, als Conferencier durch die Jahresfeiern zu führen.

Im Jahre 1987 überlässt er - nicht ohne Wehmut - das Steuer einem neuen Kapitän: Zollhauptsekretär Hans-Heinrich Hinrichsen

Die Rücktritte von Josef Schwörer und Gerhard Nickel gehen einher mit einem Generationenwechsel in der Kapelle. 20 Jahre aktives Musizieren fordern ihren Tribut. Anlass für viele altgediente Musiker, der Jugend Platz zu machen.

Ein besonderer musikalischer Höhepunkt im Leben der Zollkapelle Freiburg ist die Produktion einer Langspielplatte.

Was haben Trompeter und Vampire gemeinsam? - Schreckliche Angst vor Kreuzen!

Was ist der Unterschied zwischen einem Callgirl und einem Trompeter? - Das Callgirl hat ein besseres Gefühl für Rhythmus!

 Wie viele Lautstärkeabstufungen hat eine Trompete? - Zwei: an und aus!

1988 bis 1997  
Nachdem Zollhauptsekretär Hans-Heinrich Hinrichsen diesen schwierigen und einschneidenden Wechsel mit viel Geschick vollzogen hat, verlässt er nach 3 Jahren die Kommandobrücke und legt die Organisation in die bewährten Hände von Zollhauptsekretär Peter Plott.

Am 29. Mai 1990 wird zusammen mit der Zollmusik Basel die Erweiterung des trinationalen Flughafen Basel-Mulhouse in Betrieb genommen.

Beim Herbstball der Zollkapelle Freiburg am 25. November 1991 in der Reblandhalle in Eimeldingen legt nach 7 Jahren Dirigententätigkeit Werner Lehmann den Taktstock in jüngere Hände. Sein Nachfolger ist Otto Hildebrand.

Oberfinanzpräsident Zapf lobte die hervorragende Arbeit von Werner Lehmann. Dank für die geleisteten Dienste gab es auch von der Kapelle. Bei den Geschenken war auch die gut angekommene Schallplatte der Zollkapelle Freiburg, diesmal mit allen Unterschriften der Mitwirkenden.

Werner Lehmann begann seine Musikertätigkeit 1966 beim Musikverein Märkt. Erster Auftritt in der Zollkapelle war in Singen, als er noch gar kein Zöllner gewesen sei. 1968 begann dann seine offizielle Musikerlaufbahn in der Zollkapelle unter Sepp Schwörer mit der Posaune, dem Bass, dem Horn, Bariton und Tenorhorn. Seit 1969 Vizedirigent übernahm er die Kapelle und Taktstock 1983.

Otto Hubertus Hildebrand, 31 Jahre alt, ist seit Lehmanns Dirigententätigkeit Vizedirigent. Der Klarinettist  ist seit 1979 bei der Zollkapelle und möchte vorerst den Stil seines Vorgängers beibehalten. Fehlen würden dem Orchester die Holzbläser. Aus diesem Grund müsse die Arbeit vermehrt in der Brass-Band-Literatur zu suchen sein. "Auf Altem aufbauen und Neues einfließen lassen" ist die Devise des neuen Dirigenten.

Erste Bewährungsprobe ist 1992 die Mitwirkung bei den internationalen Zoll-Skiwettkämpfen im bayrischen Ruhpolding, zu dem auch der Finanzminister, Herr Waigel kommen wird.

Zum 25-jährigen Jubiläum wird eine CD produziert. Mit über 5.000 verkauften CD und Musikkassetten ist sie erfolgreicher als die Produktionen vieler anderer Kapellen.

Was ist der Unterschied zwischen der ersten und der zweiten Posaune? - Ein Halbton!

Was ist der Unterschied zwischen der zweiten und der dritten Posaune? - Ein Takt!

Warum sind Bassposaunisten bessere Liebhaber als Tenorposaunisten? - Na weil sie unten rum besser spielen können

1998 bis 2007  
Seit 1987 werden im mittleren Dienst der Bundeszollverwaltung Frauen eingestellt. Dies hat natürlich auch Auswirkungen auf die Zollkapelle. 1989 ist Caroline Glockner die erste Frau. Sie spielt Klarinette. 1992 folgt Erika Früh auf der Posaune, 1998 Melanie Mond an der Klarinette.

Nach über einem Jahrzehnt tritt der langjährige Sprecher der Zollkapelle Freiburg, Zollbetriebsinspektor Peter Plott, aus gesundheitlichen Gründen zurück. Sein Nachfolger wird Zollinspektor Frank Schweizer.

Die Zollkapelle wird im In- und Ausland zu einem Begriff. Auftritte in Kehl, Freiburg, Singen, Konstanz, Sigmaringen und dem angrenzenden Ausland zeigen, dass die Öffentlichkeitsarbeit der Bundeszollverwaltung mehr und mehr auf den Schultern der Zollkapelle liegt.

Die 30 Musiker zeigen unter dem langjährigen Dirigenten Otto Hubertus Hildebrand ihr ganzes Können.

Auch die Unterabteilungen
- die Tanzbesetzung unter Charly Krapf und
- das Sextett unter der Leitung von Rolf Brunner
werden in der gesamten Bundesrepublik gerne gesehen.

Warum spielen Saxophonisten am liebsten im Gehen? - Weil bewegliche Ziele schwerer zu treffen sind!

Was ist der Unterschied zwischen einem Rasenmäher und einem Saxophon?
- Der Rasenmäher ist einfacher zu stimmen.
- Rasenmäher klingen besser in kleinen Ensembles.
- Die Nachbarn sind verärgert, wenn man einen Rasenmäher borgt und nicht mehr zurückgibt.

- Der Griff

2008 bis 2017  
Die Jahreskonzerte der Zollkapelle in der Altrheinhalle in Weil am Rhein-Märkt werden zum Höhepunkt jeden Jahres. Ständig wächst die Zuschauerzahl. Das musikalische Konzept des Dirigenten Otto Hildebrand - Filmmusik gepaart mit Marsch und Polka - zieht viel musikbegeisterte Zuhörer an.

Die Zollkapelle wird in einem großen Teil der Bundesrepublik (Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und zum Teil in Bayern)  zur Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt. Die Bundesfinanzdirektion Neustadt an der Weinstraße versteht es, die Zollkapelle erfolgreich zu vermarkten.

Einer der Höhepunkte: Tag des Zolls in Hamburg am 2. September 2017

Orchesterbesetzung 2017:
Klarinette: Caroline Hippach, Melanie Lang, Manfred Scheewe, Oliver Siebold, Bianca Uhl
Querflöte: Angelina Reichertz, Verena Synovzik
Saxophon: Willi Wirth, Larissa Hauser, Andreas Bauer, Christian Hug
Trompete: Alois Volk, Rolf Brunner, Rolf Hauser, Benjamin Jäger, Alexander Renkert
Horn: Martin Ninnemann, Sarah Gils, Benjamin Schweizer
Tenorhorn: Ulrich Birkel, Nico Römuß, Werner Otteny
Posaune: Erika Früh, Peter Winkler, Helmut Sutter
Tuba: Hermann Frey, Alfred Schäfer
Schlagzeug: Andreas Neubauer, Frank Schweizer, Johannes Schweizer
Dirigent: Otto Hildebrand.

Was sind drei Schlagzeuger, die in einem brennenden Mini einen Berg runter rasen? - Ein guter Anfang und wie immer zu schnell.

Warum ist die Pause beim Jazzkonzert auf 20 Minuten begrenzt? - Damit man den Schlagzeuger nicht neu anlernen muss.

Ein Tauber und ein Blinder spielen auf einer Hochzeit. Sagt der Blinde zu dem Tauben: "Guck mal, tanzen schon welche?" Darauf der Taube: "Wieso, spielen wir schon?"